Die Berechnung der Schnittgrößen für Elementdecken erfolgt grundsätzlich wie für reine Ortbetondecken. Daher kann die Schnittgrößenermittlung sowohl nach klassischen Methoden als auch mit Hilfe der Finite-Elemente-Methode (FEM) erfolgen. Für die Ermittlung der Biegezugbewehrung können vorhandenen Bemessungshilfen genutzt werden. Die Übernahme der Ergebnisse einer vorliegenden Ortbetonstatik ist grundsätzlich möglich.

 

Bei einachsig gespannten Decken wird im Allgemeinen die komplette Biegezugbewehrung der Hauptspannrichtung in die Fertigteilplatte eingebaut. Die Untergurte der Gitterträger werden im Fall der vorwiegend ruhenden Verkehrslast auf die erforderliche Bewehrung angerechnet. Die charakteristische Streckgrenze der Untergurte beträgt 500 N/mm². Bei dynamischer Verkehrsbelastung dürfen die Untergurte nicht als Biegezugbewehrung angerechnet werden.

 

Wie bei Ortbetondecken auch, ist in einachsig gespannten Platten eine Querbewehrung von mindestens 20% der Längsbewehrung einzubauen. Diese in den Fertigteilplatten angeordnete Bewehrung ist auf der Baustelle über den Fertigteilfugen zu stoßen.