Ihre Vorteile als Mitglied der Fachvereinigung

 

Die Fachvereinigung Betonbauteile mit Gitterträgern e.V. (BmG) vertritt die Interessen der Herstellerfirmen (Betonfertigteilwerke), die Bauteile mit Gitterträgern herstellen, im gesamten technischen und wirtschaftlichen Bereich.

 

Mitglied kann jedes Unternehmen werden, das Betonbauteile mit Gitterträgern oder Gitterträger herstellt. Der Vorstand kann außerordentliche Mitglieder ernennen, wenn ihre wissenschaftlichen und technischen Kenntnisse den Zielen der Fachvereinigung zu dienen mögen.

 

Da die Fachvereinigung BmG rechtlich selbständig agiert, ist mit der Mitgliedschaft keine zusätzliche Bindung an andere Verbände verknüpft. Damit sind grundsätzlich alle Hersteller von Betonfertigteilen mit Gitterträgern zur Mitgliedschaft aufgefordert. Aber auch die Mitgliedschaft von Unternehmen und Büros, welche sich mit der Planung, Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Betonbauteilen mit Gitterträgern befassen oder Firmen hierbei unterstützen, ist ausdrücklich erwünscht.

 

Eine Mitgliedschaft können Sie unkompliziert beantragen, indem Sie ein Anmeldeformular an die folgende Adresse schicken:

 

Fachvereinigung Betonbauteile mit Gitterträgern e.V.

Raiffeisenstraße 8

D-30938 Burgwedel

 

Für weitere Fragen, bitten wir Sie sich per Email oder telefonisch an uns zu wenden.

 

Aktivitäten der Fachvereinigung

  • Mitarbeit in nationalen und internationalen Normenausschüssen
  • Ausarbeitung von Bemessungsgrundsätzen
  • Erarbeitung von Bemessungshilfen
  • Optimierung der Anwendungsbedingungen 
  • Weiterbildung der Mitglieder

 

Die Aufgaben der Fachvereinigung werden durch den Vorstand selbst oder durch Arbeitsausschüsse wahrgenommen. Der Marketingausschuss übernimmt die Außendarstellung des Vereins und stellt Unterlagen für die Mitglieder zur Verfügung. Darüber hinaus werden Informationsveranstaltungen und Seminare für Mitglieder abgehalten. Dabei werden sowohl Rechts- und Wirtschaftsfragen als auch Marketingaspekte behandelt.

 

Der Technische Ausschuss behandelt besonders Fragen, deren Beantwortung im allgemeinen Interesse der Mitglieder ist und der Förderung der Bauweise dient. Dazu gehört auch die Weitergabe von Information an planende Ingenieure. Folgende Schwerpunkte lassen sich nennen: Die "BmG" hat bereits zahlreiche Untersuchungen durchgeführt bzw. in Auftrag gegeben und begleitet. Für einen groben Überblick dienen nachfolgende Ausführungen. Zur Bemessung und Ausführung von Elementdecken wurden mehrere Gutachten in Auftrag gegeben und Anwendungsregelungen sowie Bemessungshilfen erarbeit.

 

Schießl [ 1 ] hatte bereits 1997 im Auftrag der Fachgruppe ein erstes Gutachten über die Ausführung von Übergreifungsstößen im Bereich von Stoßfugen erstellt. Diese Arbeit konnte von Fachgruppenmitgliedern bereits frühzeitig genutzt werden und fand später Eingang in die neue Bemessungsnorm für Stahlbeton DIN 1045-1. Weitere Arbeiten über konstruktive Themen folgten. Die Bemessung von niedrigen Konsolen mit Gitterträger z. B. [ 6 ] und der Gebrauchszustand von Elementdecken in Flachdecken z. B. [ 15 ] wurden untersucht. Ein Programm zur Querkraftbemessung nach neuer DIN 1045-1 wurde erstellt [ 11 ] und frei verfügbar gemacht (www.bdb-betongitter.de).

 

Im Hinblick auf die Produktion, Qualität und Bauausführung wurden Arbeiten über die Nachbehandlung von Fertigteilen [ 14 ] , die Beurteilung und Vermeidung von Rissen in Elementdecken [ 2 ] , [ 9 ] und über mögliche Stöße der Gitterträgerobergurte [ 20 ] vergeben. Aber auch die Ausarbeitung über Regelungen zur Ladungssicherung [ 4 ] von Fertigteilen ist ein wesentlicher Punkt, um die Arbeitssicherheit mit dieser Bauweise zu steigern und somit von allgemeinen Interesse aller Beteiligten.

 

Der wirtschaftliche Einsatz von Elementwänden kann bei einem möglichen Verzicht auf Anschlussbewehrung erheblich gesteigert werden. Hierzu wurden entsprechende Untersuchungen durchgeführt [ 12 ] und zur Umsetzung in die Baupraxis aufbereitet. Auch die Ausführung von Elementwänden im Hinblick auf die Anwendung bei drückendem Wasser ist möglich. Zur Beurteilung einer entsprechenden Ausführungsqualität wurden Ringversuche zur Oberflächenrauigkeit [ 17 ] der Fertigteiloberflächen durchgeführt. Rechnerische Untersuchungen zum Schwindverhalten zweischaliger Elementwände [ 19 ] bestätigen die Praxisregelung, wonach die Fertigteilinnenseiten vor dem Betonieren des Ortbetonkerns vorgenässt werden sollen. In diesem Fall ist eine Störung in der Verbundfuge aufgrund der unterschiedlichen Schwindvorgänge nicht zu erwarten.

 

Elementwände mit integrierter Dämmung können eine viel versprechende Weiterentwicklung der klassischen Elementwand sein. Zur Entwicklung eines marktreifen Systems wurden u.a. Bemessungen der Gitterträgerverbindung und der belasteten außenseitigen Fertigteilschale für verschiedene Parameter erstellt [16 ]. Die Arbeiten werden nach Bedarf fortgesetzt, weitere Themen ergeben sich aus den Problemstellungen der Mitglieder. Bevorzugt behandelt werden sollen Fragen, welche der breiten Mehrheit der Mitglieder und der Bauweise mit Gitterträgern nutzen.